Rundlinge oder behauene Balken werden lageweise geschichtet, Ecken mit Überblattungen oder gezinkten Kämmen verriegelt, Setzungen durch Gleitfugen abgefangen. Aufgelöste Innenwände erlauben Längenausgleich. Ein steinerner Sockel hebt das Holz aus Spritzwasser, Schalungen leiten Tropfen ab. In beheizten Stuben puffern Bohlenwände Feuchte, während Fugen mit Moos, Flachs oder Jute sorgfältig gestopft sind. Wartung bedeutet Nachstopfen, Nachölen, Nachjustieren, nicht Neubau, und erhält so Patina und Struktur.
An der Adria tragen Mauern durch Reibung, Keile und Schwerkraft. Kragkuppeln wachsen ringweise nach innen, bis der Schlussstein Ruhe bringt. Gewölbe verteilen Lasten eleganter als Balken, benötigen jedoch sauberen Widerlagergrund. Jede Schicht spricht mit der nächsten: Lagerfuge, Läufer, Binder. Wasser wird über leichte Neigungen, Dränagen und sorgfältige Abdeckungen ferngehalten. Reparaturen erfolgen steinweise, lesend, suchend, nicht mit Gewalt, damit der Verband weiterhin atmet, federt und lärmbelastete Winde bricht.